Podcast 008 – Design Thinking

Dies ist die erste Folge mit einem Gast: Eva Isberg. Sie arbeitet als Strategic Designer an der ZHdK und ist ausserdem beim Intrinsic Campus in Zürich für den Bereich Weiterbildung zuständig. In diesem Gespräch stellt Eva das Prozess-Modell Design Thinking vor.

Design Thinking ist ein Prozessmodell. Entscheidend dabei ist, dass am Anfang davon ein echtes Problem oder ein Bedürfnis aus der Lebenswelt der Betroffenen steht, für welches eine Lösung gefunden werden kann.

Während dem spannenden Gespräch entdecken wir Parallelen zum Projektlernen und dass Kindergartenkinder unter anderem bessere Katapulte bauen können als ältere Kinder. Herzlichen Dank, Eva!

Gerne würde ich jetzt weiter denken und gebe drum einige Fragen / Denkanstösse in die Community: über das Mitdenken auf Linked-In oder in den Kommentaren freue ich mich sehr:

  • Welche Erfahrungen habt ihr in der Prozessbegleitung gemacht? Wie führt ihr die Lernenden konkret durch die einzelnen Prozessphasen?
  • Wie schafft man es, dass die Lernenden in der Problemanalyse bleiben und nicht gleich ins «basteln» kommen? Oder ist das gar nicht so wichtig?

Podcast 007 – Projektlernen

Zur Grammatik der Schule gehört das Lernen in Lektionen und Fächern. Ausserhalb der Schule wird projektartiges sowie abteilungsverbindendes in vielen Kontexten immer wichtiger.

Projektlernen bietet aus unserer Sicht eine wirkungsvolle Möglichkeit, an der alten Grammatik, an bestehenden Strukturen zu rütteln. Idealerweise erleben sich die Lernenden wieder mehr als Subjekt, kommen wieder zu mehr echten Selbstwirksamkeitsmomenten und möchten Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.

Im Gespräch diskutieren wir, welche Merkmale Projektlernen haben kann, wie es kommt, dass der Lehrplan 21 das Ganze erst in der 9. Klasse als Fach vorsieht und wie man auch schon vorher ins Tun kommen könnte.

Wie seid ihr da drausssen mit Projektlernen unterwegs? Wir freuen uns über Kommentare hier oder hier auf LinkedIn.

Shownotes:


– 10.00Intro
10.00 – 14.00Begriffsklärung
14.00 – 26.00Konkrete erste Schritte
26.00 – 30.00Projektlernen und ePortfolio | Fragen im Fokus
30.00 – 34.00Versuch einer Zusammenfassung
34.00Abschluss

Visualisierung von Thomas Staub – herzlichen Dank!

Podcast 006 – Primat der formativen Rückmeldung (Grammatik der Schule 2/4)

Die aktuelle Grammatik der Schule beinhaltet den Primat der summativen Rückmeldung: am Ende jedes Themas gibt es eine summative Rückmeldung über den Lernstand der Lernenden, wofür in der Vorbereitung und in der Korrektur viel Energie verwendet wird. Verbesserungen sind kaum mehr möglich, über den Lernprozess wird wenig gesprochen. Der Wechsel zum «Primat der formativen Rückmeldung», bei welchem im Dialog Lernprozesse gemeinsam gestaltet wird, ist dringend notwendig, um die Grammatik der Schule zu verändern. In dieser Episode unterhalten wir uns über die Definition von summativer und formativem Feedback und wie formative Rückmeldungen in der Schule heute gelebt werden können.

Die formative Rückmeldung ist gemäss Lehrplan 21 ein Auftrag an die Volksschule:

Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Unterricht ermutigende und aufbauende Rückmeldungen, die sie beim Kompetenzerwerb und in ihrem Lernprozess unterstützen. Diese formativen Rückmeldungen sollen für die einzelnen Lernenden informativ sein, Aspekte der Selbstbeurteilung und des Lernens in der Gruppe aufnehmen und förderorientierte Hinweise zur Weiterarbeit enthalten. 

Quelle: Lern- und Unterrichtsverständnis im Lehrplan 21

Häufig ist die Menge der fachlichen Kompetenzen oder ein vermeintlicher «Stoffdruck» ein grosses Hindernis für die Umsetzung neuer Strukturen zur Schaffung von Gefässen für formative Rückmeldungen. Dafür stellt der Lehrplan 21 unter «Organisation des Unterrichts» eine Möglichkeit zur Verfügung:

Weitere Informationen zur Grundlage unserer Reihe «Grammatik der Schule» lassen sich im Artikel «Disruptive Innovation!» nachlesen. Ein Auszug aus dem Fazit bringt es schön auf den Punkt:

Die Corona-Pandemie zeigt mit größerer Wucht als je zuvor: Die „Grammatik der deutschen Schulen“ ist heute nicht mehr zeitgemäß, um alle Schüler*innen auf ein erfolgreiches Leben in der digitalen Wissensgesellschaft vorzubereiten.

Quelle: Disruptive Innovation! von Anne Sliwka & Britta Klopsch

Edit 7.10.21: Wunderschön zusammengefasst wurde die Episode von Thomas Staub. Herzlichen Dank für diese präzise Verdichtung!

Inhaltsverzeichnis:

Start – 3:30: Einstieg und Begriffsklärung
3:30 – 6:00Forschung
6:00 – 13:00formative Rückmeldungen in Lerndialogen
13:00 – 17:00förderorientierte Rückmeldungen, Lob & Lerndialog
17:00 – 33:00Möglichkeiten der Umsetzung in aktuellen Strukturen
33:20 – EndeFazit und Ausblick

Podcast 005 – Kooperative Professionalität (Grammatik der Schule 1/4)

Grammatik der Schule bezeichnet die in der Volksschule implizit enthaltenen Haltungen und Strukturen, die innere Systemlogik. Die aktuelle Grammatik wurde durch die Industrialisierung stark geprägt. Noch immer ist ein Transmissionsmodell vorherrschend, in welchem die Lehrperson das Wissen hat und dieses an die Lernenden weitergibt. Dazu ist die Schule ganz auf die summative Beurteilung und damit verbunden die Notengebung ausgerichtet.

Die Corona-Krise hat eindrücklich verdeutlicht, dass die Grammatik der Schule heute an ihre Grenzen stösst, den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen an das Schulsystem zu genügen. Im Podcast «Wie die Pandemie die „Grammatik der Schule“ verändert» von Britta Klopsch und Anne Sliwka zeigen die beiden Professorinnen, wie die Organisationslogik verändert werden müsste, um den Anforderungen der Wissensgesellschaft zu entsprechen.

In dieser Folge sprechen Andreas Brugger und Simon Häusermann über das erste Themenfeld «Kooperative Professionalität» und versuchen anhand persönlicher Erfahrungen und Geschichten zu ergründen, wie eine Zusammenarbeit gelingen kann, die mehr Energie gibt, als sie kostet.

Eine Quelle für die Formen der Kooperation (Austausch, Arbeitsteilige Kooperation, Ko-Konstruktion / Ko-Kreation) ist der Artikel «Lehrkräfte zur Kooperation anregen – eine Aufgabe für Sisyphos?»

Diese Folge haben wir auf Schweizerdeutsch aufgenommen und würden uns über Feedback freuen.


  • 00:00 – 2:00 Intro, Wechsel auf CH-Deutsch
  • 02:00 – 05:25 Grammatik der Schule, Bedeutung
  • 05:25 – 11:20 Kooperative Professionalität, Bedeutung und Differenzierung
  • 11:20 – 25:30 Was ist Ko-Kreation? Warum Ko-Kreation? Wie kann Ko-Kreation gelingen?
  • 25:45 – 44:00 Suche nach Umsetzungsbeispielen für Ko-Kreation im Schulkontext. Verknüpfung mit Gelingensbedingungen.
  • 44:00 – 46:48 Zusammenfassung & Ausblick

Podcast 004 – ePortfolio

Das gemeinsame Werkeln im ePortfolio verbindet uns beide nun schon seit einigen Jahren. Als Lerntandem unterstützen wir uns gegenseitig bei unseren Lernprozessen. Grund genug, das ePortfolio in einer eigenen Folge zu beleuchten.

Im Gespräch über unser Verständnis von Portfolios versuchen wir Punkte zu identifizieren, welche das Führen eines ePortfolios für uns besonders wertvoll machen. In der zweiten Gesprächshälfte versuchen wir so konkret wie möglich darauf einzugehen, wie die Arbeit mit einem Portfolio in der Schule gelingen kann. Wie bereits in früheren Gesprächen sehen wir bei der Haltung der Lehrperson eine besondere Bedeutung.

Ganz nach dem Motto «Machen ist wie wollen, nur krasser» teilen wir eine Ressource als «Starthilfe für das eigene Portfolio» aus unserem persönlichen ePortfolio.

Der diesmal etwas länger geratene Podcast beinhaltet die folgenden Themen:

  • 0:00 – 1.30 Intro
  • 1:30 – 16:00 Verständnis ePortfolio
  • 16.00 – 25:00 Unsere Art mit ePortfolios zu lernen
  • 25:00 – 30:00 Gründe für den Einsatz in Schulen
  • 32:00 – 55:00 Einsatz in Schulen konkret
  • 55:00 – 60:00 einige Technikfragen
  • 60:00 – 63:00 Fazit

Wir freuen uns über euer Feedback!

Podcast 003 – Struktur, ja aber

Nach der zweiten Episode hat uns viel Feedback erreicht: Ermutigungen, kritische Fragen und Verbesserungsvorschläge. Dies hat uns zu dieser neuen Folge inspiriert.

Die Strukturen der Volksschule sitzen tief. Die Abweichung von Lektionen, Fächern, Prüfungen und Noten wird häufig gleichgesetzt mit Willkür und Laissez-fair. Wir zeigen mit dem Modell von Martinek, welches wir aus den Büchern von Heidi Gehrig kennen, dass die Übertragung der Kontrolle, der Verantwortung auf die Lernenden bei hoher Struktur zu Autonomie führen kann.

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Podcast 002 – Haltungen und Selbstbild

Lange haben wir überlegt, ob wir diese Episode veröffentlichen sollen – nun haben wir es doch getan. An einem Produktions-Freitagabend nach einer intensiven Arbeitswoche erlebten wir hautnah, wie komplex das Thema Schulentwicklung und unser eigener Anspruch an die Aufbereitung sind. Zudem auch, dass wir noch viel bezüglich der Produktion eines Podcasts lernen dürfen. Da unsere eigene Haltung gegenüber dem Lernen eben auch das Zulassen und Zeigen dieser Verletzlichkeit und Unvollkommenheit im Lernprozess beinhaltet, machen wir diesen Prozess sichtbar und publizieren die Folge.

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Podcast 001 – Haltungen

In unserem ersten Podcast reden Andi Brugger und Simon Häusermann über Haltungen und zeigen an zwei einfachen Beispielen, wie wir selbst entscheiden können, wie wir den Lernenden im Unterricht begegnen.

Beispiel 1: Haltung im Zusammenhang mit Pausenkultur

Beispiel 2: Haltung im Zusammenhang mit Elterngesprächen


Shownotes: